Familien für Familien: Patenfamilien gesucht!

Familien für Familien – Projekt will Flüchtlingsfamilien und heimische Familien zusammenführen

„Patenfamilien“ werden gesucht – zuerst für den Großraum St. Pölten

„Familien für Familien“ ist ein innovatives Integrationsprojekt des Katholischen Familienverbandes, das vom Land Niederösterreich unterstützt wird. Es leistet einen Beitrag zur Integration von Familien, so genannten Teilnehmerfamilien, die bereits einen Asylstatus erhalten haben. Das Projekt soll zuerst im Großraum St. Pölten starten, weitere NÖ-Städte sind in Planung. Österreichische Patenfamilien melden sich bitte beim Familienverband unter Tel. 02742/35 42 03, E-Mail: info-noe@familie.at

Durch die Unterstützung einer oder im Idealfall zweier hier ansässiger Familien wird den Teilnehmerfamilien ermöglicht, Kultur- und Freizeitangebote kennenzulernen, sich mit einer Familie über familienrelevante Themen auszutauschen und an den Lebensrealitäten von Familien in Österreich teilzuhaben. Gleichzeitig lernen die Patenfamilien die Kultur der Migrantenfamilie kennen. Im Verlauf eines Jahres treffen sich die Familien 2 bis 4 Mal pro Monat zu typischen Familienunternehmungen: gemeinsames Kaffee-Trinken, ein Spielplatzbesuch, ein Besuch in der Bücherei oder im Kasperltheater. Wichtig ist, dass die Kinder der Familien vom Alter und den Interessen her zusammenpassen.

„Auf beiden Seiten profitieren die Familien von diesem Projekt. Die Patenfamilie hilft der Teilnehmerfamilie bei der Integration und beim Aufbau eines Freundeskreises in Österreich. Die Patenfamilie hat die Chance, im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Beitrag zu leisten und bekommt einen Einblick in eine andere Kultur“, berichten Eva Lasslesberger vom Katholischen Familienverband, die das Projekt betreut, und Verbands-Vorsitzender Josef Grubner.

Viele Eltern sind nur schwer in der Lage, abseits des Familienalltags ehrenamtlich tätig zu werden. Bei diesem Projekt muss die benötigte Zeit für das soziale Engagement nicht von der oft viel zu knappen gemeinsamen Freizeit abgezogen werden. Soziales Engagement und Familie sind hier vereinbar. Finanzielle Hilfen, Behördenangelegenheiten oder Arbeitssuche für die Teilnehmerfamilien sind NICHT Aufgaben der Patenfamilien.

Der Katholische Familienverband sucht für den Raum St. Pölten:

*Familien, die sich gerne als gesamte Familie ehrenamtlich und verlässlich engagieren wollen. Wichtig ist die Bereitschaft und die Möglichkeit, als ganze Familie regelmäßig in einem Zeitraum von einem Jahr Zeit mit der Teilnehmerfamilie zu verbringen.

* Familien, die bereits einen positiven Asylbescheid erhalten haben und dauerhaft hier in Österreich bleiben wollen.

Für Interessierte gibt es ein unverbindliches Infotreffen. Wer sich danach fix als Patenfamilie meldet, wird zum Startworkshop eingeladen. Dieser ist Voraussetzung zur Teilnahme am Projekt. Startort ist St. Pölten, Wiener Neustadt und Amstetten folgen.

Familienverband der Diözese St. Pölten

Schreinergasse 1, 3100 St. Pölten

Tel. 02742/35 42 03, E-Mail: info-noe@familie.at

Foto (Wolfgang Zarl): Landesrat Karl Wilfing, Katholischer Familienverbands-Vorsitzender Josef Grubner, Projektbetreuerin Eva Lasslesberger vom Familienverband, die Nussdorfer Patenfamilie Andreas und Christa Kvarda mit ihren Kindern Sebastian, Valentin und Florentine, Pfarrer Hr. Wolfgang Payrich sowie die Familie Khattaab mit den Eltern Ali und Njoud und ihren Kindern Nour, Abdullah und Housien. Die Familie aus Syrien lebt seit 2,5 Jahren in Österreich und hat bereits den Asylstatus.

 

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Führung durch die Hauptbücherei

Wir freuen uns sehr, dass uns die Bücherei Wien gleich an zwei Nachmittagen durch die Hauptbücherei führt und unsere Familien über das große Angebot informiert!

Es stehen zwei Termine zur Auswahl, bitte schnell unter info@familienfuerfamilien.at anmelden, pro Termin können 15 Personen teilnehmen. Bitte bei der Anmeldung die Personenanzahl bekanntgeben und ob ihre Familie einen Dolmetscher braucht!

Büchereiführungen:

Donnerstag, 23. März, 15:00 Uhr

Montag, 27. März, 14:00 Uhr

Treffpunkt jeweils eine Viertelstunde vorher am Urban-Loritz Platz vor der Bücherei!

Mehr Infos über das Angebot der Wiener Büchereien finden Sie hier:

https://www.buechereien.wien.at/

 

Deutsch lernen mit „Schau, ein Kakadu“

Schlüsselfigur der Vorlesegeschichte ist ein wissbegieriger Kakadu, der mit den Kindern eine fantasievolle Bilderreise durch das Wiener Belvedere unternimmt. Jeds der neun Kapitel wurde thematisch auf die Bildungsbereiche von Kindergärten abgestimmt. Um den Spracherwerbsprozess gezielt zu fördern, beinhaltet der Text relevante Vokablen, Sprachverse und Reime helfen, das Klangbild der neuen Wörter nachhaltig im Gedächtnis zu verankern. Liebevolle Illustrationen laden zum Anschauen ein.

Integraler Bestandteil des Konzepts ist das Begleitmaterial. Im A4 Heft mit perforierten Seiten zum Heraustrennen gibt es flexibel einsetzbare Übungen, Kreativangebote und Sprachspiele zur Vertiefung der neu erlernten Inhalte. Sie sind für Kinder mit ab vier Jahre mit nicht-deutscher Erstsprache ebenso geeignet, wie für die allgemeine Sprachförderung und knüpfen an altersgerechte Interessen an.

Wenn Sie als Patenfamilie Lust haben, das Buch mit Ihrer FamilienfürFamilien Familie vorzulesen und einen Nachmittag damit verbringen wollen, können Sie Buch und Begleitmaterialien gerne bei uns (Katholischer Familienverband, Spiegelgasse 3, 1010 Wien) ausleihen. Bitte vorher kurz anrufen: 01/ 515 52-3201 um sicherzugehen, dass das Buch da ist!

 

Erstellt wurde das Buch vom Belvedere in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Integrationsfonds.

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Gemütliches Punschtrinken

Am 13. Dezember lud „Familien für Familien“ zum gemütlichen gemeinsamen Punschtrinken. Zahlreiche Familien nahmen die Gelegenheit zum Austausch und Beisammensein wahr. Während die Eltern ihre Erfahrungen austauschen konnten und gemütlich plauderten, konnten die Kinder ihre eigenen Seifen herstellen. Wir haben uns sehr über das Wiedersehen gefreut: Fotos wurden ausgetauscht, Kontakte intensiviert und Pläne geschmiedet…

Buchtipps für den Herbst

Wir haben den Sommer über viel gelesen und einige Buchtipps für den Herbst vorbereitet.

 

Kadir, der Krieg und die Katze des Propheten

Der Roman handelt vom Deutschtürken Kadir, ein b egnadeter Fußballer, doch ausgerechnet zum wichtigsen Spiel der Saison erscheint er nicht. Mark, sein bester Freund und Kadirs Schwester Meral machen sich auf die Spurensuche: Kadir ist begeistert von den „Brüdern“ im Kulturverein und ihrer Auffassung vom Islam. Er radikalisiert sich, macht den letzten Schritt und reist nach Syrien: Der Kicker und Katzenfreund wird ein Mann des IS. Und plötzlich ist Kadir wieder da, in Hamburg…

„Ein berührender – mit Witz geschriebener – aber erschreckend realer Roman über Freundschaft und die vergebliche Suche eines türkischen Jungen nach seinem Platz in der modernen Welt“. (Necla Kelek, Soziologin und Autorin von „Die verlorenen Söhne“).

Kadir, Der Krieg und die Katze  des Propheten; Benno Köfper und Peter Mathwes, dtv Verlag.

Das Buch kann auch bei uns ausgeborgt werden!

 

Starke Geschichten für alle Kinder dieser Welt

Das Lesemaus Buch von Carlsen ermutigt Kinder und Erwachsene dazu, sich gemeinsam auf eine Grenzen überschreitende Reise zu begeben. In kurzen Geschichten und liebevoll illustriert werden Feste wie das Zuckerfest, Pessach, das chinesische Frühlingsfest oder Mariä Himmelfahrt erklärt und beschrieben. Außerdem gibt es die Geschichte der fünfjährigen Huda, die aus Syrien kommt und ein Brüderchen bekommt. Die Geschichten sind für Kinder ab 3 Jahren, von Fachleuten geprüft und begleitet und liefern wertvolle Gesprächsanlässe für die ganze Familie.

Lesemaus, Starke Geschichten für alle Kinder dieser Welt, Carlsen

Das Buch kann auch bei uns ausgeborgt werden!

 

An ihrer Seite sein. Psychosoziale Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen.

„Ich will helfen!“ Das denken sich viele angesichts der Situation zahlloser geflüchteter Menschen, die in anderen Ländern Schutz suchen müssen. Und sie stellen sich die Frage: Wie gehe ich richtig mit traumatisierten Menschen um? Wie baue ich ein Vertrauensverhältnis auf? Wie kann Begegnung funktionieren?

„An ihrer Seite sein“ widmet sich genau jenen Fragen, ist Ratgeber und Leitfaden für freiwillige und ehrenamtliche Helferinnen und bietet Grundlage für einen funktionierenden Umgang mit geflohenen Menschen.

Dieses Buch will Mut machen, die Begegnung zu wagen, und es soll helfen, Beziehungen zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen und mit verschiedenen Lebensgeschichten zu gestalten.

Barbara Preitler, An ihrer Seite sein. Psychosoziale Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen; StudienVerlag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es geht weiter… Patenfamilien gesucht!

Der Sommer ist vorbei und unsere ersten Patenfamilien haben schon einiges mit „ihren“ Flüchtlingsfamilien erlebt und unternommen. Wir freuen uns, über die vielen spannenden Berichte und Fotos, die bei uns eintreffen!

Nun starten wir wieder und suchen weitere Patenfamilien, die für 2-4 Mal im Monat Zeit mit einer Familie mit positivem Asylbescheid verbringen und so einen Beitrag zur Integration leisten.

Bei der Vermittlung achten wir vor allem auf das Alter der Kinder, dass diese schnell neue Freunde finden – die Erfahrung zeigt, dass es dann meist bei den Eltern auch gleich viel wird, einen Draht zueinander zu finden.

Wer Interesse hat, an diesem Projekt teilzunehmen ist herzlich zum kostenlosen und unverbindlichen Infoabend eingeladen. Der nächste findet statt:

 

Infoabend

Wann: Mittwoch, 21. September 2016, 18 Uhr

Wo: Spiegelgasse 3, 3. Stock

Anmeldung: Info@familienfuerfamilien.at

Kinder sind natürlich ebenfalls herzlich willkommen, der Infoabend dauert rund eine Stunde.

 

 

 

 

Unser dritter Workshop

 

Am 13. Juni fand unser dritter Workshop statt. Diesmal sprach Dr. Nora Ramirez Castillo, Psychologin im Verein HEMAYAT – Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende über Trauma und Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS). Nora Ramirez Castillo gab den Patenfamilien eine fundierte Einführung in das Thema und nützliche Hinweise und Tipps, woran man ein PTBS bei Erwachsenen und Kindern erkennen kann, wie man damit umgeht und welche Anlaufstellen es gibt.

Sie wies ua darauf hin, dass für Flüchtlinge die Belastungen mit der Ankunft in Österreich noch lange nicht zu Ende sind. Die Existenz als Asylwerber, Trennung von Angehörigen, die Angst vor Abschiebung und Unsicherheit über den Ausgang der oft lange dauernden Asylverfahren stellen weitere schwere Belastungen dar.

Wir danken Frau Ramirez Castillo für den sehr interessanten Abend!