Unser zweiter Workshop

Am 7. Juni waren Indira Nasirowa und Marina Schober von Interface bei uns zu Gast, um über die Lebenssituation und Probleme von Flüchtlingen in Österreich zu berichten. Insgesamt nutzten über 7.800 Migranten und Migrantinnen die Sprach- Bildungs- und Beratungsangebote von Interface. Vier Abteilungen: Jugendbildungswerksatt, Eltern und Kinder, Startbegleitung für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte sowie Sprache und Integration in den Arbeitsmarkt leisten wertvolle Integrationsarbeit und unterstützten Migrantinnen und Migranten aktiv. (www.interface-wien.at)

Der Alltag von Flüchtlingen ist bestimmt von Amtswegen, die sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. 4 Monate nach dem positiven Asylbescheid werden die Flüchtlinge aus der Grundversorgung entlassen und müssen eine eigene Wohnung suchen. Gerade die Wohnungssuche stellt in Wien derzeit eine große Hürde dar, die Expertinnen von Interface warnen auch vor Betrugsfällen. Bei Interface selbst gibt es drei Spezialisten, die aktiv bei Fragen rund ums Thema Wohnen helfen können. Großen Druck erleben viele Flüchtlinge auch mit der Familienzusammenführung – oft dauert es lange bis die Familie nachkommt und bis dahin überwiegt die Sorge um deren Sicherheit. Ansonsten sind die Tage ausgefüllt mit Deutsch lernen und auch mit Wegen um Kinder in Bildungseinrichtungen bzw. Förderangeboten zu bringen bzw. sie wieder abzuholen.

Wir danken unseren Gästen für die interessanten Einblicke und Irene Kernthaler-Moser für die bewährte Moderation und natürlich allen unseren Patenfamilien!

IMG_4167

Irene Kernthaler-Moser (Katholischer Familienverband) und Marina Schober mit Indira Nasirowa (Interface).

IMG_4164

 

Advertisements

Unser erster Workshop

Acht Patenfamilien absolvierten vergangenen Sonntag den ersten Workshop und werden in Kürze ihre Patenfamilien kennenlernen.

Manuel Baghdi,  „Bewegung Mitmensch- Maria Loley“ und Flüchtlingsberater von Kardinal Schönborn  und gebürtiger Syrer schilderte die Unterschiede in den jeweiligen Kulturen und stand den Familien Rede und Antwort zu Themen wie Kindererziehung oder Familienverständnis. Selbstverständlich war auch für Kinderbetreuung gesorgt, die Moderation übernahm Vizepräsidentin Irene-Kernthaler Moser.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Patenfamilien für Ihren Einsatz und Ihr Engagment und freuen uns auf ein spannendes Projekt! Unser Dank gilt ebenfalls dem Bundesministerium für Familien und Jugend für die Unterstützung, sowie der Bäckerei Ströck, die uns mit Gebäck und Kipferl versorgt hat.

 

Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse an unserem Patenschaftsprojekt Familien für Familien! Das Besondere daran ist, dass eine ganze Familie die Patenschaft für eine Flüchtlingsfamilie mit positivem Asylbescheid übernehmen kann.

Über ein Jahr lang sollen die beiden Familien 2-4 mal pro Monat ungezwungen Zeit miteinander verbringen und sich so besser kennenlernen.

Damit soll der neu in Österreich angekommenen Familie der Start erleichtert werden. Patenfamilien sind Ansprechpartner für Fragen rund ums Thema Familie in Österreich, durch gemeinsame Familienaktivitäten sollen nicht nur Begegnungsängste abgebaut werden, sondern vor allem der Spaß und die Freude am gegenseitigen Kennenlernen im Vordergrund stehen!